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Palawan (Montag, 16. Februar)
Als die Jungs um vier oder fünf das Zimmer betreten, ist mir klar, dass ihr Plan wohl nicht bis ins letzte Detail aufgegangen ist. Wichtiger als das ist aber gerade eh, auf unser Leben klarzukommen. Der Hals schmerzt, die Blase drückt, man schwitzt sich einen ab und das Bad will man nun wirklich nicht betreten.…
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Palawan (Sonntag, 15. Februar)
Überhäuft mit Sand werde ich von Hahnenschreien geweckt. Neben Übersandung werde ich auch von einem engen Hals, einem nicht zu kleinen Kater, Schmerzen im Schienbein und solchen auf dem Rücken geplagt, Ursprung Sonnenbrand. Beim Verlassen der Hütte appreciate ich ausgesprochen, dass sich jemand anderes um die ganzen Befindlichkeiten wie nachts stehengelassene Flaschen und Gläser sowie…
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Palawan (Samstag, 14. Februar)
Der zweite Bootstourtag beginnt früh. Das Gequake benachbarter Frösche weckt mich auf, außerdem höre ich die beiden Jungs neben mir reden, ich solle doch mal aufstehen. Ich habe nur halbwegs Kater, was mich wirklich verwundert, und auch den anderen scheint es gut zu gehen. Eilig packe ich meine Sachen, während Lucas und Leo sich lauthals…
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Palawan (Freitag, 13. Februar)
Ab heute gibt’s mal wieder mehr zu erzählen! Schon früh starte ich Vogel in den Tag, also so war das doch mit dem Sprichwort? Das inklusive Frühstück besteht aus zwei Pfannkuchen à la Supermarkt, aber das ist okay. Bevor ich mich in den nächsten Tagen rundum verpflegen lasse, latsche ich die Strecke zum Hafen selbst…
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Palawan (Donnerstag, 12. Februar)
Neuer Tag, neue Reise. Bevor ich loskann, muss ich nur noch (wie ausgemacht um zehn) meine Wäsche abholen, aber das gestaltet sich schwierig. Weil ich gestern Abend quasi alle Hosen weggegeben habe, stehe ich nun mit umgeschlagenen Pulli vor den staubigen, verschlossenen Türen des Kiosks. Dass ich so ein Risiko eingegangen bin, war mir gar…
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Palawan (Mittwoch, 11. Februar)
Manila die zweite. Kein Wunder, vier Stunden nachts ziehen sich dahin. Die Wartehallen sehen hier alle gleich aus, die Leute quälen sich alle gleich stark, das Ticken der Uhr zu überstehen. Hier habe ich weniger Vertrauen in meine Mitmenschen, weshalb der Rucksack zwischen meinen Beinen klammert, während ich versuche, die Augen zu schließen. Das Boarding…
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Bohol (Dienstag, 10. Februar)
So, heute und auch nur genau heute habe ich Zeit, um mir Bohol anzuschauen. Laut allen Reisenden, mit denen ich gesprochen habe und die schon hier waren, sollte das auch reichen. Nach einem sehr, sehr spärlichen Frühstück mache ich mich um zehn Uhr los, erstes Ziel ist das „Philippine Tarsier Sanctuary“. Ich mache mir übrigens…
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Bohol (Montag, 9. Februar)
Mein Motorradverleiher Anthony empfiehlt, lieber 40 Minuten vor Abfahrt am Hafen zu sein, also lege ich mich früh ins Zeug. Leider will mir der Dorf-ATM kein Cash withdrawen, sodass ich ohne Frühstück auskommen muss. „Exceeded your daily limits“ klingt mir bei läppschen 2.000 Peso (knapp 29€) am frühen Morgen ziemlich nach Verarsche. Tatsächlich steht der…
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Camiguin (Sonntag, 8. Februar)
Wie empfohlen wacht unser neuer Roommate Jo als erstes auf und macht sich fertig. Weil er mich als wach identifiziert (okay, ich sitze am Handy im Bett), spricht er mich direkt an: „About the rental service. Do they ask for the drivers liscence? Because I need to make up a good story in case they…
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Camiguin (Samstag, 7. Februar)
Noch vor Weckerzeit scheinen mir Sonnenstrahlen in die Fresse, was für ein Tagesbeginn. So ohne Fensterscheibe kann man davon auch Sonnenbrand bekommen, also richte ich mich lieber schnell auf. Unten im Salon sitzt mal wieder Diggi, der Tauchlehrer, und genießt das Leben. Fließend wechselt er zwischen Deutsch und Englisch, erzählt mir von seinen Freunden auf…
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Camiguin (Freitag, 6. Februar)
Es ist schon sehr frustrierend, als ich um zehn Uhr aufwache und es immer noch konstant regnen tut. Der Taifun ist wohl vorbeigezogen, seine Schlieren hinterlassen aber lange Spuren. Ich kann also ganz entspannt versuchen, mich ohne Spiegel zu rasieren und wieder ins Bett legen. Erst um elf wird es etwas besser. Immer noch die…
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Camiguin (Donnerstag, 5. Februar)
Ich höre den Wecker vor lauter Regen fast nicht, eine frühe Fähre auf das nahegelegene „White Island“ hat sich also erledigt. Mehrfach snooze ich, mehrfach tönt der Regen ins Haus hinein. Um elf Uhr gehe ich schließlich nach unten, um mein Trinkwasser aufzufüllen, und finde die beiden glatzköpfigen Herren von gestern am selben Tisch wie…
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Camiguin (Mittwoch, 4. Februar)
Leo‘s Philippinen Blog? Nunja, der Blogname suggeriert es nicht gerade, diese Reise stand zu Beginn noch nicht einmal in meinen Gedanken. Und prinzipiell soll der Blog vor allem meine Zeit in Taiwan beinhalten. Aber ich kehre ja nochmal zurück und eine Pause verträgt sich mit meiner Schreibroutine bestimmt ganz schlecht. Außerdem gehört der Urlaub hier…
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Dienstag, 3. Februar
Die letzten regulären Stunden (alleine) in Kaohsiung brechen an und ich stehe um sieben auf, um Anna und Buggi mit einer Umarmung zu verabschieden. Für die beiden geht es nach Hongkong und dann ebenfalls auf die Philippinen, bevor sie Anfang März heimkehren. Sie haben schon fast alle Unterkünfte gebucht, davon könnte ich mir eine Scheibe…
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Montag, 2. Februar
Der letzte ganze Tag in Kaohsiung bricht an, wie schade. Also sollte ich die billigen Friseurpreise ein viertes und letztes Mal abstauben. Alle Strecken lege ich mit Fahrrad zurück, einfach um den Charakter der Stadt aufzusaugen. Parken in der Fahrspur, hunderte Motorräder um mich herum, die riesige Hauptstraße zum Hauptbahnhof, der dunstige Horizont, in dem…
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Sonntag, 1. Februar
So richtig chillen kann ich jetzt nicht mehr, da sich vor einer (Ab-)Reise immer mehr Dinge aufdrängen, als man vorher erwartet hätte. Also ziehe ich mittags los, um mir endlich ein zweites Paar Schuhe zu kaufen. Passenderweise werde ich im einem Puma-Store in der „E Sky Mall“ fündig, sodass meine Socken und Schuhe endlich matchen.…
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Samstag, 31. Januar
Ich finde es erstaunlich, wie dringend nötig bereits Ende Januar eine Klimaanlage wieder ist. Klar befindet sich die Jungs-WG im 28. Stock, aber selbst beim oberkörperfreien Rumlaufen schwitze ich mir den Allerwertesten ab. Die Anlage funktioniert zum Glück reibungslos, beherbergt bestimmt keine Mäuse und mit noch mehr Glück vertreibt sie sogar die Kakerlaken aus Fabis…
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Freitag, 30. Januar
Der heutige Tag ist eine aufgepimpte Version des gestrigen. Weiterhin chille ich viel in der Wohnung, bin aber produktiver. Erst hole ich Annas und Buggis Blog auf und lese über die Orte ihrer Fahrradtour, an denen ich teilweise auch schon gewesen bin. Dann verschicke ich Bachelor-Zulassungsanträge, erweitere meinen Sparplan um die TSMC-Aktie und kümmere mich…
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Donnerstag, 29. Januar
Auf die Anstrengung der letzten Wochen reagiere ich mit einem unspektakulären Tag sondergleichen. Die allermeiste Zeit verbringe ich im Bett, gammle vor mich hin und schaue aus Fabis Fenster auf die Kaohsiunger Skyline. Auch eine Art, die Stadt zu genießen, oder? Fürs Frühstück zur Mittagszeit stehe ich aber doch auf und besorge mir endlich mal…
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Radtour Tag 20 (Mittwoch, 28. Januar)
貢寮 Gongliao ~> 臺北 Taipei Leider sind viele meiner Klamotten immer noch nass, sodass ich den Morgen erst einmal mit anderthalb Stunden Föhnen verbringe. Ich kann mir wenig Spannenderes vorstellen. Wenigstens kann ich meine Box mal anstellen, die in den letzten Wochen ansonsten äußerst unnötiges Frachtgut gewesen ist. Das Wichtigste bekomme ich trocken, allerdings erbringen…
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Radtour Tag 19 (Dienstag, 27. Januar)
羅東 Luodong -> 貢寮 Gongliao Weil ich die letzten beiden Tourtage so durchgezogen habe, liegt nicht mehr allzu viel vor mir. Das Wetter sieht nicht gerade berauschend aus, auch wenn der Regen vorerst ausbleibt. Das Ziel für heute könnte 貢寮 „Gòngliáo“ sein, ein Örtchen am Nordostzipfel. Bis dahin sind es aber nur etwa 60 Kilometer,…
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Radtour Tag 18 (Montag, 26. Januar)
花蓮 Hualien -> 羅東 Luodong Eine erwartbar kurze Nacht liegt hinter mir und ich bin trotzdem voller Energie, den Tag zu meistern. Größte Floskel überhaupt, aber in dem Fall stimmt sie. Je nachdem, könnte die härteste Herausforderung noch vor mir liegen, der Druck pusht. Mit Anna und Buggi frühstücke ich noch, dann fahren wir gemeinsam…
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Radtour Tag 17 (Sonntag, 25. Januar)
花蓮 Hualien Den Schnarcher der Nacht begegnet mir im Treppenhaus, und mir fällt sofort auf, dass deine üppige Statur der von James durchaus ähnelt. Ich weiß es nicht absolut, aber könnte es einen Zusammenhang zwischen dieser und einer gefährlichen Schnarch-Apnoe geben? Gesund ist beides jedenfalls nicht und die Apnoe beeinflusst die Schlafgesundheit anderer Hostelgäste massiv.…
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Radtour Tag 16 (Samstag, 24. Januar)
成功 Chenggong -> 花蓮 Hualien Nicht einmal ansatzweise bin ich seit Tourbeginn so früh aufgestanden wie heute. Aber die Strecke fährt sich nicht von selbst, deshalb geht’s ab sechs Uhr auf die Socken. Draußen ist es lauwarm, jedenfalls friere ich in Unterhose nicht sofort ein. Auch ist es schon sehr hell, obwohl der Sonnenaufgang noch…
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Radtour Tag 15 (Freitag, 23. Januar)
池上 Chishang -> 成功 Chenggong Wie in einer ausgestorbenen Stadt wache ich auf. Im Hostel ist es leer, die angebliche Mitbewohnerin habe ich sowieso nicht gesehen und das angepriesene Frühstücksbüffet bedeutet Selbstbedienung. Es besteht aus einer offenen Toastpackung, einem Sandwichmaker und zwei Gläsern mit Marmelade und so etwas wie Nutella sowie fünf Teebeuteln im Glas.…
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Radtour Tag 14 (Donnerstag, 22. Januar)
台東 Taitung -> 池上 Chishang Ich frage mich wirklich wieso, aber Taitung scheint militärisch derart relevant, dass man anständig überbeschallt wird. Die zutiefst fliegenden Jet-Paare ziehen alle paar Minuten ihre Kreise und wecken mich daher schon lange vor meinem Wecker. Freilich waren sie gestern Nachmittag auch schon da, vielleicht nur 100 Meter über dem Boden,…
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Radtour Tag 13 (Mittwoch, 21. Januar)
大武 Dawu -> 台東 Taitung Diese Nacht schlafe ich deutlich besser, obwohl mir beim Einschlafen gestern erstmalig etwas übel war, vom ganzen Convenience-Store-Fraß. Trotzdem muss genau der fürs Frühstück herhalten, ich beschränke es auf das Nötigste und schaue mir Ihsans Taipei-Vlog an. Die Zeit in Berlin nutzt er also, um das Erlebte zu verarbeiten. Eine…
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Radtour Tag 12 (Dienstag, 20. Januar)
滿州 Manzhou ->大武 Dawu Glücklicherweise beschränken die Ameisen ihre Aktivitäten nur auf mein erstes Bett, sodass sich mein Körper in Ruhe erholen kann. Um neun Uhr sind die beiden anderen Gäste bereits weg. Klar, wenn man in zwei Tagen bis nach Hualien kommen will… Geräuschlos verziehe ich mich und arbeite die bereits bekannte Strecke nach…
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Radtour Tag 11 (Montag, 19. Januar)
墾丁 Kenting -> 滿州 Manzhou Nicht lang schlafen, Kopf in Nacken! Oder so ähnlich. Heute werden Meter gemacht, und zwar keine horizontalen. Auf jeden Fall liegt der Fokus nicht auf ihnen. Wegen akuter Muskelermüdung plane ich mir genug Zeit ein und stehe ‚schon‘ um 8:30 Uhr auf, denn heute soll es nach 大武 „Dàwǔ“ gehen.…
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Radtour Tag 10 (Sonntag, 18. Januar)
車城 Checheng -> 墾丁 Kenting Obwohl ich alleine in meinem Zimmer bin, schaffe ich es, durch das Schnarchen eines anderen eine ungemütliche Nacht zu haben. Die Holzwände sind dünn wie Papier und der Mann nebenan könnte mit seinen Schlafgeräuschen Popcorn rösten. Naja, mit AirPods habe ich es irgendwie hinbekommen, bis zum Dauerklingeln seines Weckers durchzustehen.…
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Radtour Tag 9 (Samstag, 17. Januar)
屏東 Pingtung -> 車城 Checheng Aus irgendeinem Grund war ich gestern Abend so müde wie auf der ganzen Tour noch nicht, weshalb ich den Schlaf dringend gebraucht habe, verschwitzt aufwache und erst spät loskomme. Ich frühstücke sogar noch im Zimmer, weil ich zum Geldabheben sowieso kurz raus musste. Die 665$TD (ein komischer Preis übrigens) platziere…